Erste Exkursion ging Richtung Drei-Schluchten-Damm, seines Zeichens größter Staudamm der Welt.
Die Konstruktion, bestehend aus läpischen 2,689 Mio. m³ Beton kostete rund 75 Mrd. US-$ und damit ca. 50 Mrd. mehr als geplant (Halloooo? Steuerzahlerbund?!?!).
7-9 Millionen Menschen sollten, wurden, mussten, werden für das ganze Projekt umgesiedelt. Eine Debatte darüber erspar ich euch an dieser Stelle, interessant finde ich allerdings folgendes Ereignis (Wikipedia sei dank muss ich es nicht abtippen):
"Der Aktivist Fu Xiancai beschwerte sich wiederholt wegen ausbleibender Entschädigungen für die Bauern. Nach einem kritischen Interview gegenüber dem ARD-Magazin Tagesthemen wurde Fu brutal zusammengeschlagen und ist seither vom Hals abwärts gelähmt. Die lokalen Behörden weigerten sich zudem, für eine lebensnotwendige Operation aufzukommen. Erst die deutsche Botschaft finanzierte den Eingriff."
Unsere Reiseleiterin war auf jeden Fall hellauf begeistert, dass sie umgesiedelt wurde, lebt sie doch jetzt in einer größeren Wohnung. Am liebsten wäre sie aber wie viele andere auch nach Shanghai oder in eine andere große Stadt gegangen um dort zu leben.
Auf meine ,an dieser Stelle untypische Frage von Touristen, wie viele Menschen bei dem Bau gestorben seien war die Antwort:
"
20 Menschen ....
(gut dachte ich mit, das geht für chinesische Verhältnisse ja sogar fast noch, doch dann kam der zweite Halbsatz)
.... im durchschnitt pro Baujahr!"
(bei 16 Jahren Bauzeit macht es ziemlich exakt 320 Tote)
Fotos:
So siehts im Sommer aus
So im November 2009
Und so von der anderen Seite (gut ausehender junger Mensch inklusive)
BastiW - 23. Nov, 20:53